Jeder Autofahrer kann die Lebensdauer eines Automatikgetriebes verlängern und eine Menge Geld für Reparaturen sparen. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen kostengünstig sind oder keinen Cent kosten.
Immer mehr Autos werden mit Automatikgetrieben ausgestattet. Es lohnt sich also zu wissen, wie man ein so konfiguriertes Auto bedient. Das herkömmliche Automatikgetriebe verfügt über einen Drehmomentwandler, der die Verbindung zwischen dem Motor und dem Getriebe herstellt. Es gibt auch Doppelkupplungsgetriebe und stufenlose Getriebe. Obwohl sie sich in Aufbau und Funktionsweise unterscheiden, reagieren sie auf ähnliche Weise auf nachlässige Wartung oder übermäßige Nutzung.
Im Folgenden werden einige wichtige wichtige Aspekte hervorgehoben, die Sie beachten sollten, wenn Sie die Lebensdauer Ihres Automatikgetriebes verlängern wollen.
– Wenn das Auto kalt ist, überbeanspruchen Sie es nicht:
Das Getriebe verträgt ebenso wie der Motor keine aggressive Behandlung, bevor es die Betriebstemperatur erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt ist das Öl dickflüssig und nicht sehr gut verteilt, und zwischen den kalten Teilen des Getriebes gibt es größere Abstände, die sich durch die temperaturbedingte Ausdehnung der Teile verringern. Im Gegensatz zum Motor wird das Öl im Getriebe nicht durch den Verbrennungsprozess in den Zylindern erwärmt – es wird hauptsächlich durch die Reibung der Bauteile aneinander erwärmt, ein wenig Temperatur kann eventuell durch den im Autokühler integrierten Wärmetauscher hinzugefügt werden. Das Getriebeöl und das gesamte Getriebe erwärmen sich daher wesentlich langsamer als der Motor.
– Ändern Sie die Fahrtrichtung, wenn das Fahrzeug vollständig zum Stillstand gekommen ist:
Manche Fahrer greifen zum Wählhebel, bevor das Fahrzeug vollständig zum Stillstand gekommen ist. Das ist ein Fehler. Es stimmt zwar, dass das Schalten bei minimaler Geschwindigkeit das Getriebe nicht sofort „tötet“, aber es belastet seine wichtigsten Komponenten unnötig. Es ist auch ein Fehler, mit dem Wählhebel zu „fummeln“ – z. B. nach dem Anhalten an einer Ampel oder beim Auskuppeln an einer Steigung in N oder P zu schalten. Es lohnt sich, die Regel aufzustellen, dass das Getriebe vom Anfang bis zum Ende der Fahrt im Modus D oder S arbeiten sollte.
– Regelmäßiger Wechsel des Getriebeöls:
Die Autohersteller empfehlen nur selten einen Ölwechsel bei Automatikgetrieben. Das senkt zwar kurzfristig die Servicekosten, ist aber nicht die beste Lösung. Denn das Getriebeöl unterliegt der Alterung, und durch den Abrieb an den Metallteilen bilden sich Verunreinigungen. Es ist daher ratsam, Öl und Filter alle 60-80.000 km zu wechseln.
– Ölstand prüfen und Ölverluste reparieren:
Einige Automatikgetriebe haben einen Peilstab zur Kontrolle des Ölstands. Es ist ratsam, ihn zu benutzen und alle paar Monate zu überprüfen, ob das Schmiermittel nicht ausgegangen ist. Ist das Getriebe nicht mit einem Peilstab ausgestattet, können Sie einen solchen als Zubehör erwerben, der durch die Öleinfüllöffnung in das Getriebe eingeführt wird. Wenn es keine Möglichkeit gibt, den Ölstand im Getriebe Ihres Fahrzeugs zu überprüfen, bedeutet dies, dass der richtige Ölstand beim Einfüllen des Öls in das Getriebe ermittelt wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf Anzeichen von Schmiermittelaustritt unter dem Fahrzeug zu achten.
– Vermeiden Sie eine signifikante Erhöhung des Motordrehmoments:
Die Konstrukteure eines jeden Automatikgetriebes gehen bei der Konstruktion des Getriebes von dem Drehmoment aus, das das Getriebe zu übertragen vermag. Diese Angaben finden Sie in den Serviceunterlagen und in der Regel auch im Internet. Die angenommene Stärke des Getriebes ist äußerst wichtig, wenn Sie den Motor aufrüsten oder eine andere Antriebseinheit einbauen wollen. Manche Getriebe arbeiten nahe an der Grenze ihrer Belastbarkeit.
– Keine schweren Anhänger oder Autos ziehen, auf der Autobahn nicht übertreiben:
Die hohe Belastung des Getriebes, die z. B. beim Ziehen von schweren Autos oder Anhängern und bei längeren Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten auftritt, geht mit einem Anstieg der Öltemperatur im Getriebe einher. Wenn das Öl überhitzt wird, verliert es seine Eigenschaften und ist daher weniger in der Lage, die Getriebekomponenten vor späterem Verschleiß zu schützen. Eine Überhitzung des Getriebes kann zu einem Verlust der Schaltleistung und zu Ruckeln führen. Hohe Temperaturen beschädigen auch die Dichtungen des Getriebes.