Getriebeschaden – richtige Diagnose stellen
Um das Autofahren zu einem sicheren, angenehmen und komfortablen Erlebnis zu machen, muss zunächst sichergestellt werden, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist. Die korrekte Getriebediagnose spielt dabei eine große Rolle, denn viele Fahrer tun sich schwer damit.
Vor allem sollten die kleinsten Fehler und Symptome nicht unterschätzt werden, die uns darauf hinweisen, dass mit unserem Auto etwas nicht stimmt. Selbst die kleinsten Fehler können, wenn sie vom Fahrer ignoriert werden, in der Zukunft viele Probleme verursachen und zu einem größeren Ausfall des Getriebes führen, der nicht so leicht und schnell zu beheben ist. Wie diagnostiziert man also einen Getriebeschaden richtig?
Es ist gar nicht so schwierig, denn grundlegende Symptome wie Ölleck, Rausspringen der Gänge, geräuschvoller Getriebebetrieb und Knirschen oder Widerstand beim Schalten können leicht selbst und ohne professionelle Hilfe festgestellt werden.
Getriebeschaden – Ölleck
Aus der Perspektive jedes Fahrers ist es wichtig, den Ölstand zu überprüfen und auch genau hinzuschauen, wo wir das Auto abstellen, um zu sehen, ob irgendwo Öl austritt. Sobald kleinste Lecks unter dem Auto festgestellt werden, sollten wir unser Auto genauer untersuchen lassen. Es könnte sich herausstellen, dass unser Getriebe abgedichtet werden muss. Es kann viele Gründe für einen Ölaustritt geben, daher sollten Sie die Ölablassschraube, die Dichtungen der Antriebswelle sowie alle Dichtungen des Getriebegehäuses überprüfen. Wird dies nicht getan, kann es zu einem schwerwiegenden Defekt kommen, der zu einem Verschleiß des Getriebes führen kann.
Getriebeschaden – Rausspringen der Gänge
Häufig sind defekte Dämpfer unter dem Motor oder dem Getriebe die Ursache für herausspringende Gänge. Zu beachten sind aber auch andere Symptome wie Vibrationen, die sich auf die Karosserie übertragen. Auch eine Lockerung der Zugstangen, die den Schalthebel mit dem Getriebe verbinden, kann eine Ursache für einen Getriebeschaden sein. Das Rausspringen des Getriebes kommt auch dann vor, wenn ein Zahnrad beschädigt oder der Riegel, der die Zahnräder einrastet, abgenutzt ist.
Schaltgetriebe-Schaden – Geräuschvoller / Lauter Getriebebetrieb
Ein Getriebeschaden wird sehr oft dadurch verursacht, dass die ersten Anzeichen eines Schadens – z. B. ein lautes Brummen in allen Gängen – ignoriert werden. Die Ursache sind meist die Getriebelager, die höchstwahrscheinlich verschlissen sind. Das Differentialgetriebe und die hintere Brücke können auch verschlissen sein – in diesem Fall kann unser Getriebe „aufheulen“. Manchmal treten die Geräusche nur bei getretener Kupplung auf, was bedeuten könnte, dass unser Kupplungsdrucklager verschlissen ist. Es funktioniert nur dann, wenn der Fahrer das Kupplungspedal durchdrückt. Das heißt, dass das Geräusch aufhören sollte, wenn wir die Kupplung loslassen. Oft hört man das Geräusch während der Fahrt beim Schalten. Der Grund dafür können beschädigte Zähne im betreffenden Gang sein.
Getriebeschaden – Knirschen und Widerstand beim Schalten
Unangenehme knirschende Geräusche beim Gangwechsel können entstehen, wenn die Getriebesynchronisierung verschlissen ist. Es ist zu beachten, dass es für jeden Gang eine Synchronisierung gibt. Wenn also z. B. beim Schalten vom 3. in den 4. Gang ein bestimmter Gang kratzt, ist hier die Synchronisierung des 4. Ganges defekt. Synchronisiereinrichtungen sind so konzipiert, dass sie die Zahnräder eines bestimmten Gangs reibungslos ineinander greifen lassen. Wenn sie beschädigt sind, können sie dies nicht tun.
Klappergeräusche beim Betrieb des Getriebes mit einem Defekt sind nicht das einzige Problem, das Autofahrer mit ihren Fahrzeugen haben. Oft gibt es auch Widerstand beim Gangwechsel. Der Grund für diesen Getriebeschaden kann ein schlechtes Öl im Getriebe sein, das durch ein neues ersetzt werden sollte; synthetisches Öl ist in dieser Situation meistens die beste Wahl. In der Regel wird synthetisches Öl empfohlen, das zwar etwas teurer als Mineralöl ist, dafür aber deutlich besser. Denn Mineralöle verlieren mit der Zeit ihre jeweiligen Eigenschaften, während synthetische Öle widerstandsfähiger gegen alle Temperaturschwankungen sind und eine längere Lebensdauer und Viskosität aufweisen. Darüber hinaus kann der Fahrer mit synthetischem Öl im Winter aufgrund des geringeren Luftwiderstands etwa 1 bis 2 Prozent Kraftstoff sparen.
Manchmal tritt das Problem des Widerstands in allen Gängen auf, wenn die Temperatur niedrig ist; wenn es wärmer wird, verschwindet das Problem. Widerstand gibt es auch, wenn der Kupplungsdruck defekt ist, in diesem Fall gibt es Widerstand in allen Gängen, wenn das Getriebe ausfällt.
Kleinere Fehler im Getriebe nicht auf die leichte Schulter nehmen!
Wenn man die oben genannten grundlegenden Symptome berücksichtigt, die auf einen schwerwiegenden Getriebeschaden hindeuten können, lohnt es sich, wachsam zu sein. Die Erstdiagnose sollte in der Kompetenz des Fahrers liegen, aber man sollte keinen der Fehler unterschätzen. Wenn es Probleme gibt, die über unsere Kompetenz hinausgehen, lohnt es sich dennoch, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine schwerere Panne in der Zukunft zu vermeiden.