Das weltweit wachsende Umweltbewusstsein veranlasst viele Akteure, ihre Innovationskraft auf Lösungen für erneuerbare Energien zu lenken. Ein Zweig dieser Bemühungen hat zu Elektroautos geführt, die emissionsfrei sein sollen. Dies ist eine wachsende Neuheit und wirft daher bei den Autofahrern die Frage auf, wie solche Autos in der Praxis gefahren werden? Haben Elektroautos zum Beispiel ein Getriebe, was die Befürworter des traditionellen Fahrens zu schätzen wissen?
Obwohl Elektrofahrzeuge aufgrund ihres hohen Preises und ihrer Unzulänglichkeiten anfangs nicht weit verbreitet waren, hat der technische Fortschritt dazu geführt, dass die meisten Autohersteller heute Elektro- oder Hybridautos anbieten. Wie funktioniert ein Elektroauto? Hier sind seine grundlegenden Merkmale:
– Äußeres Erscheinungsbild – E-Autos sehen genauso aus wie Verbrennungsautos. Sie haben nur ein viel leiseres Geräusch, das nur aus dem Surren des Elektromotors besteht;
– das Fahrgestell – kein Verbrennungsmotor, keine Auspuffanlage und kein Getriebe. Der Platz wird von Batterien und einem kleinen Motor eingenommen;
– Der Motor funktioniert – vereinfacht ausgedrückt – durch Anlegen einer Spannung, die ihn in Drehung versetzt. Elektromotoren können bis zu 20000 Umdrehungen pro Minute bei einem Wirkungsgrad von 90% erreichen (im Vergleich zu max. 7000 und 40% bei Verbrennungsmotoren);
– Batterien – komplexe und teuer herzustellende Komponenten, aufgrund der Anforderungen an hohe Reichweiten und andere Leistungen. Die Batteriekapazität wird in Kilowattstunden (kWh) berechnet, und ihr Wert hat Einfluss darauf, wie das Fahrzeug gefahren werden kann.
Haben Elektroautos ein Schaltgetriebe?
Viele Autofahrer fragen sich, ob ein Elektroauto mit einem Schaltgetriebe möglich ist? Zurzeit nicht ganz, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne und nicht in serieller Produktion. Der Grund dafür ist die Notwendigkeit, das Gewicht von Elektroautos zu reduzieren und die geringe Batteriekapazität. Wegen des sehr hohen Drehmoments der Elektromotoren müssten die Gänge in einem solchen Auto in Hundertstelsekunden geschaltet werden. Trotzdem entstehen immer neuere Versuche, das moderne E-Auto mit dem herkömmlichen Schaltgetriebe auszustatten. Um hier ein paar Beispiele zu nennen:
– der modifizierte Lexus UX300e: Es ist ein Elektroauto mit drei Pedalen, einem Wagenheber und einem Tachometer, der die Daten des Elektromotors anzeigt. Das ist noch nicht alles. Das Auto simuliert sehr stark ein „echtes” Verbrennungsfahrzeug. Der Fahrer muss bei jedem Gangwechsel die Kupplung betätigen, weil das Auto sonst abgewürgt wird. Gleichzeitig wird die Wirkung eines Verbrennungsmotors aus den Lautsprechern simuliert, nicht so sehr, um ein solches angetriebenes Modell „vorzutäuschen”, sondern um dem Fahrer zu helfen, das Auto zu fühlen und zu erkennen, wann er den Gang wechseln sollte.
– Opel Manta GSe, oder „der neue Manta im alten Manta”: Bei höheren Autobahngeschwindigkeiten können Schaltgetriebe in Elektromotoren zu einem deutlich geringeren Energieverbrauch führen. Der Hauptzweck des manuellen Getriebes scheint jedoch hier darin zu bestehen, so viel wie möglich vom Geist des „alten” Manta zu bewahren. „Das Schaltgetriebe” ist hier, um nur eine Reise zurück in die Zeit und das Vergnügen, ein klassisches Auto zu fahren, zu garantieren.
– BYD e3 – ist ein Fahrzeug, mit dessen Hife junge chinesische Fahrer ihren Führerschein machen werden. Eine der Anforderungen der Fahrschulen ist nämlich, dass das Ausbildungsfahrzeug mit einem Schaltgetriebe ausgestattet sein muss. Die Fima BYD musste also herausfinden, wie ein elektrischer e3 diese Anforderungen erfüllen kann, und hat genau das gefunden – ein Elektrofahrzeug mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe. Wie das technisch bewerksteligt wurde, ist bisher nicht bekannt.
Worauf sind diese Versuche, das E-Auto mit dem Schaltgetriebe zu vereinbaren, zurückzuführen?
Die Gründe dafür sind einfach: die Übertragung des Engagements und der Freude am Fahren eines Autos mit Schaltgetriebe auf ein Elektroauto, die potenzielle Verbesserung der Leistung, aber vor allem auch die Verbesserung der Energieeffizienz. Vergessen wir nicht, dass die meisten der E-Autos (mit wenigen Ausnahmen, wie z. B. dem Porsche Taycan) einstufige Getriebe haben. Das bedeutet, dass das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten im Hinblick auf den Energieverbrauch geradezu tödlich ist, da der Motor dann auf sehr hohe Drehzahlen hochdreht, was den Bedarf an Strom erhöht. Mit einem manuellen Getriebe kann die Drehzahl an die jeweilige Situation angepasst werden, so dass das Elektroauto energieeffizienter fährt.