Was ist ein Doppelkupplungsgetriebe?
Ein Doppelkupplungsgetriebe ist eine Kombination aus einem Schaltgetriebe und der Möglichkeit der Vollautomatisierung. Die Vorteile, die aus diesen beiden Typen gewählt wurden, d. h. schnelle, manuelle Gangwechsel und der Komfort, das linke Bein von der Kupplung zu nehmen, führten zum Doppelkupplungsgetriebe.
Das PDK-Getriebe wurde vollständig von der Marke Porsche entwickelt. Es wurde 1983 in einem Rennmodell eingesetzt und kam bereits 1986 erstmals in einem PKW zum Einsatz. Damals waren derartige Getriebe aufgrund der komplexen Steuerstruktur mit viel Elektronik recht teuer. Heutzutage sind diese Getriebe moderner, aber es wird ständig nach neuen Lösungen und Verbesserungen gesucht.
Aufbau von PDK-Getrieben
Die Konstruktion verwendet zwei Nasskupplungen. Das Getriebe ist über zwei Kupplungswellen mit dem Motor verbunden, wobei eine Welle in der anderen steckt. Die Kraft des Motors wird auf eine Kupplung übertragen, während die andere Kupplung den nächsten Gang wählt und schaltet.
Beim Gangwechsel öffnet sich eine Kupplung und die andere schließt sich. Die erste Kupplung ist für die ungeraden Gänge zuständig, d. h. 1, 3, 5, 7 und R, während die zweite Kupplung in gleicher Weise für die geraden Gänge zuständig ist: 2, 4, 6. Ein solcher Modus erleichtert das Schalten erheblich, so dass es nur noch Hundertstelsekunden dauert. Und der Antrieb selbst ist sanft und komfortabel.
In einem Auto mit PDK gibt es kein Kupplungspedal, und das Anfahren und Anhalten funktioniert wie bei einem normalen Automatikgetriebe über die TCU-Steuerung, die den optimalen Betrieb des Getriebes an den Fahrstil des Fahrers anpasst. Die Steuerung kann automatisch sein oder es gibt eine Variante mit Knüppeln hinter dem Lenkrad.
Wie funktioniert das PDK-Getriebe mit Doppelkupplung?
Wie bereits erwähnt, ist eine Menge Elektronik für den Betrieb verantwortlich. Über sie werden die Kupplungen ein- und ausgekuppelt – je nach Druck auf das Gas- oder Bremspedal werden die Gänge gewechselt.
Das Drehmoment des Motors wird über die Kurbelwelle auf das Zweimassenschwungrad übertragen und gelangt dann zu den Lamellenkupplungen.
Der Druck schließt die Kupplung 1 und verbindet sie mit der Kupplungswelle 1. Die Antriebswelle überträgt das Drehmoment auf die Hinterachse (bei Allradmodellen auf beide Achsen) und das PDK wählt einen Gang. Jetzt beginnt das Motordrehmoment bereits auf die zweite Kupplung zu wirken, so dass die Gänge, wie bereits erwähnt, abwechselnd geschaltet werden. Welcher Gang funktioniert, wird in der Instrumententafel angezeigt.