Nicht nur vor einer langen Fahrt in die Berge oder vor der vorhergesagten anhaltenden Kälte, sondern immer vor dem Winter lohnt es sich, einen Blick auf das Schaltgetriebe in Ihrem Auto zu werfen.
Dass das Schaltgetriebe immer gepflegt werden sollte, versteht sich von selbst. Der Winter ist jedoch eine besondere Zeit, in der für das bloße Auge unsichtbare Pannen besonders leicht auftreten können. Außerdem können Winterdefekte das ganze Jahr über unbemerkt bleiben und erst dann auftreten, wenn die Lufttemperatur wieder unter den Nullpunkt sinkt. Wie kann man unangenehme Überraschungen vermeiden?

Eingefrorene Kupplung bzw. Kupplungsseil

Das Problem der Einwirkung von niedrigen Temperaturen auf die Kupplung betrifft vor allem Fahrer, die ihr Auto über Nacht im Freien stehen lassen. Bei etwas älteren Fahrzeugen, die mehrere Stunden am Tag Minusgraden ausgesetzt sind, kann es nicht nur zum Einfrieren der Kupplung kommen, sondern auch zu anderen, eher geringfügigen Defekten. Diese sind umso schwieriger zu beheben, als sie in der Regel mit dem Beginn des Frühlings verschwinden und die Autofahrer nicht motiviert sind, sich das Problem genauer anzusehen.

Das Kupplungsseil kann in einem Auto, das in der Kälte steht, einfrieren. Niedrige Temperaturen und Temperaturschwankungen führen dazu, dass Feuchtigkeit in das Kupplungsseil eindringen kann. Dies wiederum kann das Kupplungsseil nach weiteren Frösten praktisch zerstören, was zu Problemen beim Starten des Fahrzeugs führt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Problem nach dem Aufwärmen des Fahrzeugs nachlässt und das Getriebe beim Fahren voll funktionsfähig zu sein scheint. Wenn sich das Kupplungspedal jedoch überhaupt nicht mehr nach oben bewegt oder mindestens einmal in einer anormalen Position ohne jede Bewegung verharrt, muss es einfach ausgetauscht werden.

Undichtigkeiten im Getriebe – im Winter besonders gefährlich

Es kann vorkommen, dass der Schalthebel nach dem ersten Frost der Saison nicht mehr funktioniert. Es kommt häufig vor, dass sich der Schalthebel bei kaltem Auto überhaupt nicht bewegen lässt, aber später taut der Mechanismus auf und scheint perfekt zu funktionieren. In diesem Fall sollte man jedoch bedenken, dass das anfängliche „Verhalten” nicht ohne die Reaktion des Fahrers bleibt. Was das kalte Getriebe lahmgelegt hat, könnte Wasser gewesen sein, das in die Lecks eingedrungen ist und unter dem Einfluss von Frost einen Eisstein gebildet hat, der das Getriebe blockiert.

Was sollte man vor dem Winter tun?

Das Öl im Getriebe sollte bei richtiger Auswahl und Nachfüllung auch bei niedrigen Temperaturen (z. B. -15 °C) seine Viskosität nicht verändern. Folglich wird die Leistung des Getriebes nicht beeinträchtigt. Dies muss jedoch überprüft werden, bevor man das Auto für mehrere Stunden in der Kälte stehen lässt.
Es kann nie schaden, vor dem Winter einen Getriebespezialisten aufzusuchen. Er wird prüfen, ob alle Getriebeteile für das kalte Wetter gerüstet sind. Manchmal genügen eine Überprüfung der Kupplungspumpe und ein Ölwechsel, um das Getriebe frostsicher zu machen – auch bei Temperaturen unter -20°C.