Die Kontrollleuchte „Check Engine“ gehört zu den wichtigsten Warnsignalen im Auto. Sie weist darauf hin, dass das Motorsteuergerät eine Störung im Motor, in der Abgasreinigung oder in einem zugehörigen Sensorsystem erkannt hat. Doch was bedeutet das Aufleuchten genau? Welche Ursachen kommen infrage und wann sollte man eine Werkstatt aufsuchen?
Was bedeutet die Check-Engine-Leuchte?
Die Check-Engine-Leuchte, auch Motorkontrollleuchte genannt, überwacht verschiedene Funktionen des Motors und der Abgasreinigung. Erkennt das Steuergerät Abweichungen von den vorgesehenen Betriebswerten, wird die Warnleuchte aktiviert. Die Ursache lässt sich häufig erst durch eine professionelle Diagnose eindeutig feststellen.
Farbe und Verhalten der Kontrollleuchte: gelb, rot oder blinkend
Das Farbe und Verhalten der Kontrollleuchte (gelb, rot, blinkend) geben wichtige Hinweise auf die Dringlichkeit:
Gelbe Kontrollleuchte: Sie signalisiert eine erkannte Störung. Wenn der Motor normal läuft, sollte das Fahrzeug zeitnah überprüft werden.
Blinkende Kontrollleuchte: Sie kann auf starke Verbrennungsaussetzer hinweisen, die den Katalysator beschädigen können. Halten Sie möglichst sicher an und vermeiden Sie eine Weiterfahrt.
Rote Warnleuchte: Sie weist bei entsprechenden Fahrzeugsystemen häufig auf eine kritische Störung hin. Befolgen Sie die Herstellerhinweise und stoppen Sie das Fahrzeug, wenn dies sicher möglich ist.
Wichtig: Die genaue Bedeutung hängt vom Fahrzeugmodell und vom jeweiligen Warnsymbol ab.
Die häufigsten Ursachen für eine leuchtende Motorkontrollleuchte
Mehrere Bauteile können dafür verantwortlich sein, dass die Check-Engine-Leuchte aufleuchtet.
Lambdasonde und Katalysator
Die Lambdasonde misst den Sauerstoffgehalt im Abgas und unterstützt die Regelung der Kraftstoffzufuhr. Ist sie defekt, kann sich der Kraftstoffverbrauch erhöhen und die Abgasqualität verschlechtern.
Auch der Katalysator spielt eine wichtige Rolle bei der Abgasreinigung. Der Fehlercode P0420 weist auf eine zu geringe Katalysatorwirkung hin. Die Ursache kann am Katalysator selbst liegen, aber auch durch eine defekte Lambdasonde oder andere Motorprobleme entstehen.
AGR-Ventil (EGR)
Ein verschmutztes oder defektes AGR-Ventil (EGR) kann den Motorlauf beeinträchtigen. Typische Symptome sind Leistungsverlust, unruhiger Leerlauf und erhöhter Schadstoffausstoß. Eine Reinigung oder ein Austausch kann erforderlich sein.
Zündkerzen, Zündspulen und Zündaussetzer
Abgenutzte Zündkerzen und defekte Zündspulen können Zündaussetzer verursachen. Der Fehlercode P0300 steht für zufällige oder mehrere Zündaussetzer. Der Motor kann ruckeln, an Leistung verlieren oder ungewöhnlich viel Kraftstoff verbrauchen.
Einspritzdüsen und Kraftstoff-Luft-Gemisch
Defekte Einspritzdüsen oder Undichtigkeiten im Ansaugsystem können das Kraftstoff-Luft-Gemisch beeinflussen. Die Fehlercodes P0171 und P0174 weisen auf ein zu mageres Gemisch hin. Mögliche Ursachen sind Falschluft, ein zu geringer Kraftstoffdruck oder fehlerhafte Sensorwerte.
Kurbelwellen- und Nockenwellensensor
Der Kurbelwellensensor und der Nockenwellensensor liefern wichtige Informationen über die Position und Drehzahl des Motors. Bei einem Defekt können Startprobleme, unrunder Motorlauf oder ein plötzliches Absterben des Motors auftreten.
OBD-II und DTC-Fehlercodes: Wie findet man die Ursache?
Mit der OBD-II-Diagnose und den DTC-Fehlercodes lässt sich der Fehlerspeicher des Fahrzeugs auslesen. Eine Computergestützte Diagnose mit einem OBD2-Scanner zeigt gespeicherte Fehlercodes und teilweise zusätzliche Live-Daten an.
Die Codes helfen dabei, den betroffenen Bereich einzugrenzen. Sie beweisen jedoch nicht automatisch, dass das genannte Bauteil defekt ist. Eine fachgerechte Prüfung ist deshalb wichtig, bevor Teile ausgetauscht werden.