Automatikgetriebe sind bei Autofahrern sehr beliebt, da sie eine reibungslose und angenehme Fahrt garantieren. Es ist auch ein Mythos, dass sie sehr störungsanfällig sind. Wenn sie regelmäßig gewartet werden und die verwendeten Öle zur Spitzenklasse gehören, braucht man keine Angst vor unerwarteten Schäden zu haben. Diese sollten jedoch so weit wie möglich vermieden werden – leider können Automatikgetriebe-Reparaturen sehr teuer werden.
Die Diagnose von Automatikgetrieben ist sehr komplex. Sie umfasst Computerdiagnose, Sichtprüfung sowie den Einsatz spezieller Mess- und Kontrollgeräte. Mechaniker entscheiden sich oft auch für Straßentests, die viel über den technischen Zustand des Automatikgetriebes aussagen können. Dabei muss das korrekte Funktionieren des Getriebes in jedem Gang und in jedem Steuermodus beurteilt werden. Dabei sollte natürlich nicht vergessen werden, die korrekte Funktion des Kick-down-Modus zu überprüfen.
In einer Werkstatt hingegen sollte der Automechaniker den Ölstand prüfen. Es ist auch wichtig, den Druck der Ölpumpe und den Druck des Drehmomentwandlers zu prüfen. Darüber hinaus ist es unerlässlich, die Dichtheit des Gehäuses, aller Verbindungen und des Ölkühlers selbst zu prüfen. Der Mechaniker muss sich vergewissern, dass die Schraubverbindungen intakt sind.

Was die anderen Diagnoseverfahren betrifft, so sind die folgenden hervorzuheben:

Überprüfung der Funktion der Schalter,
-Messung des Widerstandes der Magnetventilkreise,
-Überprüfung der Durchgängigkeit der Masseanschlusskreise der Sensoren,
-eine Funktionsprüfung aller elektrischen Komponenten des Steuerungssystems des Automatikgetriebes,
-Kontrolle der Versorgungsspannung und der Sensorsignalwerte,
-Überprüfung der mit dem Getriebe zusammenwirkenden Baugruppen: Motor, Wellen, Halbwellen, Gelenke, Stromversorgung und Startsystem.

Automatik-Getriebe sollten regelmäßig gewartet werden. Die Häufigkeit der Besuche beim Mechaniker sollte an eine Reihe von Faktoren angepasst werden. Dazu gehören der Fahrstil, das Getriebemodell, das Baujahr und der Verschleißgrad. Je älter das Automatikgetriebe ist und je aggressiver der Fahrer zu fahren pflegt, desto häufiger sollte eine Diagnose durchgeführt werden.

Jede gute Automatikgetriebe-Servicewerkstatt wird neben der Diagnose des Bauteils auch Ratschläge für die Pflege geben. Der Tipp ist vor allem einer: Kaufen Sie ein gutes Schmieröl aus der Reihe der synthetischen ATF-Produkte. Es handelt sich hier um solche Automatigetriebeöle (ATF), die in ihrer Zusammensetzung Konservierungsverstärker enthalten. Qualitativ gute Öle sorgen für einen störungsfreien Getriebebetrieb, verbessern den Schaltkomfort und senken sogar die Betriebstemperatur der Automatikgetriebe-Komponenten. Außerdem tragen sie zur Abriebfestigkeit der zusammenwirkenden Elemente bei. Dadurch kann der Ölwechsel auch in längeren Intervallen erfolgen.