Im Folgenden erfahren Sie nicht, wie Sie mit einem Schaltgetriebe fahren können, sondern wie Sie Ihr Getriebe nicht kaputt machen und worauf Sie achten müssen, damit das Getriebe Ihres Autos möglichst lange einwandfrei funktioniert.
Die Fragen, die an dieser Stelle gestellt werden sollten, sind ganz klar und einfach. Was mag das Schaltgetriebe nicht? Was trägt zu seinem beschleunigten Verschleiß bei?
Die Pflege eines Schaltgetriebes beginnt mit der Faustregel, den ersten oder den Rückwärtsgang einzulegen, wenn das Fahrzeug vollständig zum Stillstand gekommen ist, genau wie bei einem „Automatikgetriebe.” Sobald Sie in Fahrt sind, versuchen Sie, sanft und gleichmäßig zu schalten. Aggressives Schalten, vor allem in einem Getriebe mit nicht erwärmtem Öl, beschleunigt den Verschleiß der Getriebesynchronisationen und damit auch den späteren Austausch des Getriebes. Vermeiden Sie es, mit einer zu niedrigen Motordrehzahl zu fahren und zu beschleunigen – dies beeinträchtigt nicht nur das Kurbel-Kolben-System im Motor, sondern auch das Getriebe.
Im Weiteren einige häufige Fehler der Fahrer, die das Schaltgetriebe beeinträchigen:
- Das Schaltgetriebe leidet unter häufigem Fahren im Stau. Häufiges Fahren bei Halbkupplung und bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten hat einen sehr starken Einfluss auf den beschleunigten Verschleiß der Mechanismen. Wenn möglich, sollte das Fahren in überfüllten Innenstädten vermieden werden.
- Das Schaltgetriebe verschleißt viel schneller, wenn der Fahrer ständig den Fuß auf dem Kupplungspedal und die Hand auf dem Schalthebel hat. Schon bei geringem Fußdruck auf das Kupplungspedal wird dieses leicht durchgedrückt. Das Ergebnis ist Fahren mit halb durchgetretener Kupplung.. Wenn Sie den Schalthebel ständig in der Hand halten, werden die Mechanismen unnötig belastet und der Verschleiß beschleunigt.
- Das manuelle Getriebe leidet besonders unter solchen Gangwechseln, bei denen der Fahrer die Kupplung nicht vollständig durchtritt. Durch dieses Handeln werden die Synchronisatoren schnell zerstört. Viele Getriebe „protestieren” gar nicht gegen dieses Handeln, ohne störende Geräusche zu machen. Doch der Verschleiß geht weiter. Das Kupplungspedal sollte immer ganz durchgedrückt sein. Oft liegt der Grund dafür, dass der Fahrer das Kupplungspedal nicht ganz durchdrückt, in einer schlechten Sitzeinstellung.
- Das Öl in Getrieben ist nicht lebenslang, wie manche Autohersteller behaupten: Bei Schaltgetrieben hat das Öl die Aufgabe, alle zusammenwirkenden Metallteile im Getriebe zu schützen. Mit zunehmender Alterung verliert das Öl seine Eigenschaften, was zu einer Verkürzung der Lebensdauer des Getriebes durch den Betrieb unter höheren Lasten führt. Das Risiko ist es nicht wert – daher sei hier emfohlen, das Öl mindestens alle 80.000 km zu wechseln.
- Das manuelle Getriebe mag kein hartes Abbremsen des Motors. Entscheidet sich der Fahrer für eine Motorbremsung, sollte diese sanft und in Verbindung mit einer schrittweisen Reduzierung der Gänge erfolgen. Das Abbremsen des Motors aus hoher Geschwindigkeit bei gleichzeitigem Herunterschalten, z. B. vom fünften in den zweiten Gang, ist für das Getriebe eine große Belastung.
- Schalten Sie vor dem Beschleunigen / Überholen immer herunter. Dies bedeutet sowohl einen Schutz vor einer übermäßigen Belastung der Fahrzeugkomponenten als auch Sicherheit. Vor allem das Beschleunigen in einem zu hohen Gang zwingt Sie dazu, das Gaspedal ganz durchzudrücken. Ein ungeeignetes Übersetzungsverhältnis bedeutet, dass der Motor härter arbeiten muss. Darüber hinaus ist eine solche Beschleunigung ineffizient.
- Fahren Sie nicht im Leerlauf: Es bedeutet keine Sprit-Ersparnisse und es ist weniger sicher als Fahren beim eingelegten, aktiven Gang.