Die Kupplung im Auto ist aus der Sicht des Fahrers das linke Pedal, das wir betätigen, wenn wir den Gang wechseln wollen oder wenn wir das Auto anhalten wollen. Es scheint, dass die Bedienung der Kupplung in einem Auto nicht schwierig oder kompliziert ist. Es stellt sich jedoch heraus, dass viele Fahrer – selbst erfahrene – die Kupplung nicht richtig benutzen, was zu einem beschleunigten Verschleiß und einem Ausfallrisiko führt.

Die Kupplung ist eine der wichtigsten Komponenten in unserem Auto. Sie ist für die Übertragung des Drehmoments vom Motor auf den Antriebsstrang verantwortlich. Die Kupplung hat in einem PKW eine Lebensdauer von bis zu 250.000 – 300.000 km, die jedoch weitgehend davon abhängt, wie das Auto vom Fahrer genutzt wird.

Die höchste Beanspruchung der Kupplung tritt bei Stadtfahrten auf. Dann erreicht die Kupplungsscheibe sehr hohe Temperaturen und ist daher dem Verschleiß am meisten ausgesetzt.

Moderne Motoren erreichen sehr hohe Drehmomente. Dies gilt insbesondere für Dieselmotoren. Die Kupplung ist einer der kritischen Punkte in Autos mit Dieselmotoren. Die moderne Fahrzeugbautechnik hat es möglich gemacht, die Standard-Kupplungsbaugruppe (mit Schwingungsdämpfer in der Kupplungsscheibe) durch eine Zweimassenradbaugruppe zu ersetzen. Dadurch können zwar Fahrfehler wie Ruckeln oder schnelles Anfahren gemildert werden, doch handelt es sich dabei um recht empfindliche Bauteile, die anfällig für unsachgemäßen Gebrauch sind.

Wie gehen Sie also mit der Kupplung Ihres Autos um, um zu ihrer langen Lebensdauer beizutragen?

Achten Sie vor allem auf die richtige Beinstellung und die richtigen Bewegungen beim Fahren. Stellen Sie Ihren Fuß in der richtigen Position auf das Kupplungspedal; treten Sie die Kupplung mit dem ganzen Gewicht Ihres linken Beins und gleiten Sie mit der Ferse über den Boden. Halten Sie Ihre Fersen immer in Kontakt mit dem Boden, denn wenn Sie sie loslassen, hat Ihr Körper keinen Halt mehr. Dasselbe gilt für die Betätigung der anderen Pedale – wir stellen den Fuß nur zwischen Gas- und Bremspedal, ohne die Ferse vom Boden zu nehmen. Wenn Sie Ihren Fuß auf die Kupplung setzen wollen, lehnen Sie sich nur nach links und stützen ihn ab. Es ist nicht richtig, das linke Bein auf dem Kupplungspedal ruhen zu lassen oder leicht darüber anzuheben. Das Fahren in dieser Position auf unebenem Boden führt dazu, dass das Kupplungspedal unbewusst leicht durchgedrückt wird, was schnell zu einer Beschädigung der Kupplungsscheibe und zu einem „Rutschen“ der Kupplung führen kann. Bei häufigem Betätigen der Kupplung – ob bewusst oder unbewusst – kommt es zu einem vorzeitigen Verschleiß des Drucklagers oder der Zentralkupplung (je nach verwendeter Technik). Ein verschlissenes Lager macht mit der Zeit Geräusche und kann auch einfach auseinanderfallen.

Das Fahren mit halber Kupplung sollte ebenfalls vermieden werden, und wenn dies zu bestimmten Zeiten nicht möglich ist (Einparken, Auffahren auf einen Bordstein usw.), versuchen Sie, die Zeit, in der das Kupplungspedal getreten wird, zu minimieren.

Bei der Benutzung des Fahrzeugs gilt die allgemeine Regel: „Je weniger Sie die Kupplung betätigen, desto gesünder ist Ihr Auto“. Daher sollten Sie auch beim Anhalten des Fahrzeugs die Kupplung erst am Ende des Rollvorgangs, kurz vor dem Anhalten, betätigen. Vermeiden Sie es, mit getretener Kupplung anzuhalten – es ist viel besser, das Getriebe auf „Leerlauf“ zu stellen und den Fuß ganz von der Kupplung zu nehmen.

Manche Fahrer haben den Reflex, bei niedrigen Geschwindigkeiten die Kupplung zu treten, wenn sie einen möglichen Stillstand in Betracht ziehen. Versuchen Sie, sich diese Angewohnheit abzugewöhnen. Treten Sie die Kupplung nur dann, wenn Sie sicher sind, dass das Fahrzeug zum Stehen kommt. Wenn Sie unerwartet anhalten müssen, kuppeln Sie kurz vor dem Betätigen des Bremspedals. Das erspart der Kupplung eine Menge Arbeit und verkürzt die Reaktionszeit, wenn wir in einer Notsituation auf der Straße plötzlich das Gaspedal betätigen müssen.